Kunsthandwerk

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Ausbildung

Die Ausbildung zum Kunsthandwerker – so breit gefächert wie der Beruf selbst

Als Basis für die Tätigkeit ist eine Ausbildung in einem Handwerksberuf optimal aber nicht unbedingt notwendig. Als Geselle oder Meister beherrscht man ein Handwerk von Grund auf, das ist sehr nützlich für die individuelle Fortbildung zum Kunstgewerbler. Einige Sparten im Handwerk eignen sich bestens dafür, nach der Lehre und der Gesellenzeit eine Fortbildung zum Restaurator zu absolvieren. Das ist besonders aussichtsreich in den Bereichen Denkmalschutz oder Möbelrestauration.

Der direkte Einstieg

Da der Beruf Kunsthandwerker nicht geschützt ist, kann jeder mit einer handwerklichen und kreativen Begabung freiberuflich darin arbeiten. Für diese Tätigkeit sollte man jede Menge Ideen und Geschick mitbringen. Nichts für Menschen mit zwei linken Händen! Aber mit einer entsprechenden Begabung lässt sich davon gut leben. Dazu gehört aber nicht nur der kreative Teil, als Freiberufler ist man auch für den Vertrieb seiner Waren zuständig. Dies geschieht meist auf Handwerks- oder anderen Märkten und Handwerkskunstmessen. Deshalb sollte man ein Gespür für den aktuellen Markt, den Geschmack der Kunden und ein wenig Wissen über Werbung in eigener Sache mitbringen.

Hochschulen für das Kunsthandwerk

In mehreren deutschen Städten kann man Kunsthandwerk an Hochschulen studieren. Hier sind einige Beispiele:

Leipzig

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bietet Studiengänge in den Bereichen Malerei/ Grafik, Buchkunst/ Grafik-Design, Fotografie und Medienkunst an. Dort werden auch die inzwischen raren Fächer Illustration und Schrift angeboten.

Berlin

Die Hochschule der Künste in Berlin vertritt die Fachrichtungen Produkt-, Bekleidungs- und Textilgestaltung. Ebenso werden dort Modedesign und Produktdesign gelehrt.

Düsseldorf

Vielseitig ist die Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie bietet Veranstaltungen und Studien in den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Baukunst, Bühnenbild sowie Fotografie und Film an.

Hamburg

Eine besonders renommierte Hochschule ist die Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Sie blickt auf eine lange Tradition zurück, bereits im Jahr 1767 wurde sie die allererste Gewerbeschule in Deutschland. Nach den Städten Düsseldorf und Berlin findet man dort das breiteste Angebot im Bereich der Ausbildung zum Kunsthandwerker im Hochschulbereich. Hier stehen den Studenten 17 Werkstätten zur Verfügung. Das Studium ist also sehr nah an der Praxis orientiert. Die Studierenden können in den Werkstätten ganz traditionelle Materialien kennen lernen wie Holz oder Metall. Aber auch moderne Medien haben ihren Platz im praktischen Teil dieses Studiums.

Münster

Freie Künstler in den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Grafik, Film, Siebdruck, Keramik, Gips, Metall, Kunststoff und Holz werden in Münster an der Kunstakademie Münster Hochschule für Bildende Künste fundiert ausgebildet.